Weitere Informationen zur Ombudschaft NRW.

Wohnoase Dülmen

Für Kostenträger

 

Flucht ist nicht nur weglaufen, sondern auch ankommen.

Bernhard Schlink

 

Hilfeformen / Sozialpädagogische Angebote

 

§§ 34 / 35a / 41 SGB VIII

 

Unser Angebot richtet sich an weibliche und männliche Jugendliche und junge Erwachsene ab dem 16. Lebensjahr:

  • Wir bieten ein realistisches und unterstützendes Trainingsfeld zur Verselbstständigung
  • Unsere Bewohner finden qualifizierte und erfahrene Gesprächspartner für ihre biographisch bedingten psychischen und sozialen Probleme
  • Die bestmögliche Schulausbildung (orientiert an individueller Leistungsfähigkeit) und berufliche Integration auf dem Arbeitsmarkt (Zusammenarbeit mit der Berufsberatung) haben oberste Priorität

 

§ 19 SGB VIII - Mutter / Vater + Kind

 

  • Wir stellen eigene möblierte Mutter/Vater-Kind-Wohnungen in angemessener Größe zur Verfügung
  • Damit auch junge Mütter + Väter die Chance bekommen, Bildungsabschlüsse nachzuholen bzw. Berufsausbildungen zu beginnen, stellen wir qualifizierte Tagesmütter für die Kinderbetreuung zur Verfügung
  • Begleitung und Training in praktischer Kinderpflege und -versorgung, Sicherstellung der medizinischen Betreuung der Kinder und in der Auseinandersetzung mit der Mutter/Vaterrolle sind zentrale Elemente unserer Arbeit
  • Befähigung zu einer positiven Eltern/Kind-Beziehung

 Der Unterstützungsbedarf kann resultieren aus Faktoren wie:

  • Verlust der sozialen Bindungen und Stützsysteme (Herkunftsfamilie)
  • Brüche in der Biographie wie z.B. häufiger Wohnortswechsel, Heimaufenthalte, Ausbildungs- und Schulabbrüche
  • mangelnde Belastbarkeit und unzureichende Konfliktbewältigungsstrategien
  • ungewollte Schwangerschaft
  • Beziehungs- / Bindungsproblematik zum Kind
  • geringes Selbstwertgefühl und Durchsetzungsvermögen
  • Suchtgefährdung
  • psychische Auffälligkeiten / Erkrankungen

 

Ziele konkret

 

  • Verbleib des Kindes im familiären Bezugssystem
  • Positive Mutter/Vater-Kind-Beziehung und Bindung
  • Gesunde, physische, seelische und emotionale Entwicklung des Kindes
  • Verbesserung der Entwicklungs- und Erziehungsbedingungen und Kompetenzen
  • Behördengänge
  • Verantwortlicher Umgang mit Geld
  • Einüben einer Tagesstruktur und einer adäquaten Haushaltsführung
  • Adäquater und altersgemäßer Umgang mit dem Kind / Gewährleistung des Kindeswohls
  • Entwicklung einer langfristigen Zukunftsperspektive für Mutter/Vater und Kind in einer eigenen Wohnung
  • Umfassende Stabilisierung der Mutter / des Vaters
  • Verbesserung des psychosozialen Kompetenz der Mutter / des Vaters
  • mögliche Unterstützung im Ablöseprozess von der Herkunftsfamilie
  • Integration ins Lebensumfeld
  • Beziehung und Umgang mit der Mutter / dem Vater des Kindes
  • Stabilisierung der Elternrolle
  • Kindgemäße Ernährung und Pflege erlernen und trainieren
  • Hauswirtschaftliche Kompetenzen
  • Schulische und berufliche Perspektiven der Mutter / des Vaters entwickeln
  • Aufklärung und Überprüfung der Erfüllung bzgl. physischer und psychischer Bedürfnisse des Kindes (Kindeswohl)
  • Medizinische Versorgung begleiten und überprüfen (Vorsorgeuntersuchungen, Impfstatus)

 

Sicherung des Kindeswohls

 

Unsere Pädagogen verstehen sich als Anwälte des Kindes und vertreten weitestgehend dessen Interessen:

  • Sorgfältige Beobachtung und Unterstützung zur Entwicklung des Kindes sowie der Bindungsqualitäten der Mütter / Väter und der Interaktion zwischen Mutter/Vater und Kind
  • Konsequente Einbindung externer Fachleute (Hebamme, Kinderärzte etc) in allen gesundheitlichen Fragestellungen
  • Begleitung aller Vorsorgeuntersuchungen
  • Beratung, Begleitung und Kontrolle bei der Erstellung der Säuglingsnahrung
  • Regelmäßige Gewichtskontrollen des Säuglings bzw. des Kleinkindes
  • detaillierte Dokumentation aller Fakten und Beobachtungen

 

§§ 67-69 SGB XII

 

Junge Erwachsene mit besonderen sozialen Schwierigkeiten ( ab 21 Jahre)

Diese Zielgruppe besteht aus erwachsenen Frauen und Männern, die aufgrund ihrer besonderen Lebensverhältnisse in Verbindung mit sozialen Schwierigkeiten nicht in angemessener Weise am Leben in der Gemeinschaft teilnehmen können. Eine Überwindung dieser Schwierigkeiten ist ihnen aus eigener Kraft nicht möglich. Besondere Lebensverhältnisse liegen vor, wenn die von der Gesellschaft als üblich angesehenen Mindeststandards bei der Lebensführung unterschritten werden.

Besondere soziale Schwierigkeiten bestehen u.a., wenn mehrere der folgenden Faktoren zusammen treffen:

  • Wohnungslosigkeit oder drohende Wohnungslosigkeit
  • Haftentlassung
  • Straffälligkeit
  • Langzeitarbeitslosigkeit
  • Fehlende Schul-, Ausbildung und / oder Qualifizierung
  • Hohe Verschuldung
  • Gewaltbereitschaft und Gewalterfahrung
  • Psychische Erkrankungen (oftmals verbunden mit fehlender Krankheitseinsicht) oder psychische Auffälligkeiten
  • Verhaltensauffälligkeiten
  • Schwierigkeiten bei der eigenen Haushaltsführung, Körperpflege und medizinischen-pflegerischen Versorgung
  • Verwahrlosung
  • Motivationsschwierigkeiten
  • Bindungslosigkeit und fehlendes soziales Netzwerk
  • Mangelnde Fähigkeit zur Tagesstruktur

 

Hieraus ergeben sich folgende Ziele unserer Arbeit

  • Befähigung zu einer selbstständigen Lebensführung ohne fremde, von außen initiierte Hilfe
  • Entwicklung von angemessenen Lebensperspektiven und -strategien
  • Klärung existenzsichernder finanzieller Ansprüche / Grundsicherungsleistungen
  • Hilfestellung bei der Entwicklung einer adäquaten beruflichen Perspektive, Hilfe bei der Aquise von Arbeitsplätzen, Hilfe bei der Erstellung von Bewerbungsunterlagen
  • Übernahme von Verantwortung
  • Mobilisierung von Ressourcen und Fähigkeiten, Erweiterung von Kompetenzen und Problemlösefähigkeiten
  • Aufbau und Stärkung von Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen
  • Hilfen und Vermittlung bei gesundheitlichen Problemen / Auseinandersetzung mit Suchterkrankungen, Vermittlung zu Fachdiensten / Einrichtungen
  • Hilfen im Umgang mit Behörden
  • Haushaltsführung
  • Wohnraumbeschaffung und -erhaltung

Junge Erwachsene, die für die Entwicklung einer eigenständigen Lebensführung längere Zeiträume benötigen, finden in der Wohnoase Dülmen eine individuell zugeschnittene Hilfe zur Überwindung ihrer besonderen sozialen Schwierigkeiten. Eine nachhaltige soziale Integration führt bei uns über die ressourcenorientierte Vermittlung in den ersten bzw. zweiten Arbeitsmarkt und der Stabilisierung der Persönlichkeit.

 

§ 27 ff. SGB VIII / Ambulante Hilfen

 

Für Jugendliche und junge Erwachsene mit einem verminderten Hilfebedarf bietet die Wohnoase Dülmen ein flexibles, ambulantes und verlässliches Beratungs- und Betreuungsangebot in Dülmen an.

Individuelle Beratung und Unterstützung bei:

  • Erziehungsaufgaben
  • Finanzen
  • Bewältigung von Alltagsproblemen
  • Struktur- und Organisation
  • Konflikte + Krisen
  • Kontakten mit Ämtern und Institutionen

Hilfe zur Selbsthilfe mit dem Ziel, eine eigenverantwortliche und selbstständige Lebensführung zu ermöglichen.


Downloads:

Belegung

Aktuell freie Plätze für:
+++ Jugendliche & junge Erwachsene +++
Stationäre Betreuung für Mütter/Väter mit Kindern +++
Info: 02594/940-10+++

Kontakt

Wohnoase Dülmen

Schultenplatz 1 - 5
48248 Dülmen

Tel. 02594/9401-0
Fax 02594/9401–25 
ed.eflihdneguj-owik@esaonhow